Abschnittsfunkübung am 6. Februar 2025

Am Freitag, dem 06.02.2026, fand in Pöllau die Abschnittsfunkübung des Abschnittes 1 im Bereich Hartberg statt. Ziel dieser Übung war es, die Funkdisziplin zu festigen, die Zusammenarbeit der Feuerwehren zu stärken und den sicheren Umgang mit den Funkgeräten unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.

An der Übung beteiligten sich die Feuerwehren Pöllau, Hartberg, Mitterdombach, Penzendorf und Schildbach. Im Zuge der Übung wurden mehrere unterschiedliche und aufeinander aufbauende Lagen abgearbeitet, bei denen eine strukturierte und klare Funkkommunikation im Mittelpunkt stand.

Lage 1 stellte einen Brandmeldealarm mit eingeschlossenen Personen im ehemaligen KAPO-Fensterwerk dar. Die Feuerwehr Mitterdombach hatte die Aufgabe, an der Brandmeldezentrale (BMZ) den ausgelösten Melder zu identifizieren und diesen im Brandschutzplan zu lokalisieren. Anschließend wurde über Funk eine Wegbeschreibung unter Berücksichtigung möglicher Gefahrenquellen an den eingesetzten Atemschutztrupp zur Menschenrettung übermittelt.

Lage 2 behandelte den Austritt von Gefahrgut auf dem Betriebsgelände. Die Feuerwehr Hartberg identifizierte das Gefahrgut anhand der UN-Nummer, erkannte die daraus resultierenden Gefahren und übermittelte diese Informationen an die Einsatzleitung. Zusätzlich wurden Maßnahmen bei einem angenommenen Kleinbrand angefordert sowie die ersten erforderlichen Maßnahmen umgesetzt.

Lage 3 umfasste die Suche nach einer verwirrten und abgängigen Person infolge der vorhergehenden Geschehnisse. Die Feuerwehr Pöllau führte umgehend eine großräumige Suche mittels Drohne durch. Aufgrund eines ersten Verdachts der Position der vermissten Person, wurde die Feuerwehr Schildbach mit diesen Koordinaten und Kartenmaterial losgeschickt. Zwischenzeitlich konnte die Telefonnummer der vermissten Person ermittelt werden, woraufhin sich die Feuerwehr Penzendorf anhand von Kartenmaterial zum Wohnort der Person begab. Dort wurde die vermisste Person schließlich angetroffen. In weiterer Folge wurde die Feuerwehr Schildbach mittels Funk durch eine genaue Wegbeschreibung zum Auffindeort hingelotst.

Zusätzlich zur Sprachkommunikation wurden im Rahmen der Übung mehrere einsatzrelevante Daten mittels Textnachrichten (SDS) über den TETRA-Funk übermittelt, wodurch die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation praxisnah trainiert wurden.

Die Abschnittsfunkübung zeigte eindrucksvoll die Bedeutung einer funktionierenden Funkkommunikation, klarer Befehlswege sowie der koordinierten Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren bei komplexen Einsatzlagen. Im Anschluss an die Übung fand eine gemeinsame Nachbesprechung statt, bei der die abgearbeiteten Lagen analysiert und wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze gewonnen wurden. Insgesamt konnte ein sehr positives Resümee gezogen werden.

Ein herzlicher Dank gilt dem Funkbeauftragen LM d. F. Christoph Garber, dem Abschnittsfunkbeauftragten LM d. F. Georg Hirt, dem Übungsbeobachter – Funkbeauftragter des Bereiches Hartberg OBI d. F. Hannes Haindl – sowie den teilnehmenden Feuerwehren Hartberg, Mitterdombach, Penzendorf und Schildbach für ihre engagierte und disziplinierte Mitarbeit.

Bericht und Fotos: LM Michael Gombotz, FF Pöllau