Abschnittsübung am Ringkogel am 16. Oktober 2026

Waldbrand als Übungsannahme: Feuerwehren aus dem Abschnitt 1 probten gemeinsam mit Unterstützung zweier Drohnen die Brandbekämpfung und die Sicherstellung der Löschwasserversorgung.

Am Freitag, dem 16. Oktober 2026, fand am Hartberger Ringkogel die Abschnittsübung des Feuerwehrabschnittes 1 statt. Knapp 65 Einsatzkräfte stellten sich dabei einem realitätsnahen Szenario, bei dem ein Waldbrand im Bereich der Spielstätte beziehungsweise der Ringwarte angenommen wurde. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der eingesetzten Feuerwehren zu festigen und die Abläufe bei einem großflächigen Waldbrand zu trainieren.

Großaufgebot zur Waldbrandbekämpfung

Aufgrund des angenommenen Schadensausmaßes veranlasste die örtlich zuständige Feuerwehr Hartberg die Alarmierung der Feuerwehren Penzendorf, Schildbach, Mitterdombach und Pöllau. Zeitgleich wurde aufgrund des Alarmstichwortes auch die Bereichs-Drohne der Feuerwehr Sparberegg angefordert. Nach ihrem Eintreffen wurden die eingesetzten Feuerwehren von der Einsatzleitung Hartberg eingewiesen und mit unterschiedlichen Aufgaben betraut. Im Verlauf der Übung wurde zusätzlich ein Flächenbrand angenommen, der von den Einsatzkräften mithilfe von Löschrucksäcken bekämpft wurde. Parallel dazu erfolgte die Brandbekämpfung an der fiktiv brennenden Ringwarte unter Einsatz der Drehleiter.

Wasserversorgung und Unterstützung aus der Luft

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Sicherstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung. Diese wurde einerseits durch das Wechselladefahrzeug der Feuerwehr Pöllau mit einem Fassungsvermögen von 14.000 Litern Löschwasser und andererseits durch einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen aus Hartberg gewährleistet.

Auch die Unterstützung aus der Luft spielte eine wichtige Rolle. Die beiden Feuerwehrdrohnen aus Sparberegg und Pöllau unterstützten die Einsatzleitung bei der Erkundung der Lage sowie bei der Übersicht über das angenommene Brandgeschehen. Mithilfe der Luftbilder konnten die Ausbreitung des Brandes beurteilt und Maßnahmen zur Eingrenzung koordiniert werden.

Nach rund eineinhalb Stunden konnte Einsatzleiter HBI Hannes Böchheimer von der Feuerwehr Hartberg schließlich die Meldung „Brand aus“ geben.

Lob für die Zusammenarbeit und den Ausbildungsstand

Nach Abschluss der Übung und der Versorgung der Gerätschaften versammelten sich die eingesetzten Kräfte am Vorplatz des Rüsthauses in Hartberg. HBI Hannes Böchheimer begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nochmals und bedankte sich – auch im Namen der Stadtgemeinde Hartberg – für die hohe Einsatzbereitschaft und die hervorragende Zusammenarbeit.

Gerade angesichts der zunehmenden Herausforderungen, vor die Waldbrände die Feuerwehren in Österreich und in der Steiermark stellen, kommt Übungen dieser Größenordnung eine besondere Bedeutung zu. Sie ermöglichen es, Einsatzabläufe zu optimieren, die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren zu stärken und die Einsatzkräfte bestmöglich auf den Ernstfall vorzubereiten.

Auch ranghohe Feuerwehrfunktionäre machten sich vor Ort ein Bild vom Übungsgeschehen. Unter ihnen befanden sich Bereichsfeuerwehrkommandant LFR Thomas Gruber und der zuständige Abschnittsfeuerwehrkommandant ABI Stefan Prinz. Darüber hinaus konnte ein Team von Übungsbeobachtern unter der Leitung von ABI Markus Allmer begrüßt werden. Dieser zog ebenfalls eine positive Bilanz und bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre Bereitschaft, an der Übung mitzuwirken.

Zum Abschluss sprachen LFR Thomas Gruber und ABI Stefan Prinz den Feuerwehrmitgliedern ihren ausdrücklichen Dank für die hohe Einsatzbereitschaft im Abschnitt 1 aus. Beide betonten den hohen Ausbildungsstand der eingesetzten Kräfte und hoben insbesondere die ausgezeichnete Zusammenarbeit innerhalb des Abschnittes hervor.

Den kameradschaftlichen Ausklang bildete eine Verpflegung, zu der die Stadtgemeinde Hartberg einlud. Dafür gilt der Stadtgemeinde ein herzlicher Dank.

Bericht & Fotos: BI d. V. Matthias Novacek

Quellenangabe Fotos: BFVHB/Novacek M.